Senftenberger See

Der ca. 1.200 ha große Senftenberger See ist Ende der 60er Jahre als Restsee aus dem Tagebau Niemtsch entstanden und hat sich seit den 70er Jahren zu einem beliebten Erholungsgebiet entwickelt. Heute ist der See das Kernstück der Seenkette im Einzugsgebiet der Schwarzen Elster und damit für die touristische Entwicklung der Region von großer Bedeutung. Neben seiner wasserwirtschaftlichen Funktion als Speicherbecken (Niemtsch) wird der See auch fischereilich genutzt.

Das Becken des Senftenberger Sees ist morphologisch stark differenziert. Während im Nord- und Ostbereich durch Flutung aus der Schwarzen Elster neutrale Wasserverhältnisse vorherrschen, weist das Südfeld weiterhin saure pH-werte auf.

Im Jahr 1995 kam es durch Wasserstandsabsenkung und Einstellung der Flutung aus der Schwarzen Elster zu einer Versauerung welcher nur durch entsprechende Flutungsmaßnahmen begegnet werden konnte. Besorgniserregend wurde der Zustand des Senftenberger Sees im Sommer 2013, als es in den oberen Schichten des Gewässers zu Sauerstoffdefiziten kam, die sich negativ auf die Fischerei auswirkten. Die Ursachen dafür sind weiterhin ungeklärt. Überwachungsprogramme für bergbauspezifische Parameter für den Senftenberger See gibt es nicht mehr.

Mit der Flutung der Restlochkette verändern sich derzeit die Strömungsrichtungen des Grundwassers im Einzugsgebiet des Senftenberger Sees. Während das Wasser über Jahrzehnte vom See in die umgebenden Tagebaugebiete wegströmte, fließt es nun dem Senftenberger See aufgrund seiner Tieflage mit steigenden Grundwasserständen der Umgebung zu. Dabei handelt es sich verstärkt um saures und eisenhaltiges Wasser. Über die Folgen gibt es widersprüchliche Äußerungen der LMBV und des LUGV.

Zwischen dem Geierswalder See und dem Senftenberger See wurde mit dem Koschener Kanal eine schiffbare Verbindung hergestellt. Die Ockerfärbung des Kanals spricht dafür, dass damit ein Grundwasserleiter mit stark eisenhaltigem Wasser angeschnitten wurde, der nun in den Kanal - und bei Schleusenbetrieb – in den Senftenberger See entwässert.

Forderungen des Aktionsbündnisses

  • Durchführung entsprechender kontinuierlicher Messprogramme
  • Prüfung der Umweltverträglichkeit aller wasserbaulichen Maßnahmen in der Restlochkette
  • Oberste Priorität muss bei allen Aktivitäten im Seeeinzugsgebiet der Erhalt pH- neutraler Verhältnisse im Hauptbecken des Senftenberger Sees haben

Geplante, laufende und abgeschlossene Maßnahmen

Maßnahmen können erst bei Vorliegen entsprechender fachlicher Grundlagen diskutiert werden.

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