Gräbendorfer See

Der Gräbendorfer See ist der 457 ha große Restsee des Tagebaus Gräbendorf. Er befindet sich ca. 10 km südlich Vetschau und wurde 1996 bis 2007 geflutet. Aufgrund seiner guten Wasserqualität hat sich hier nicht nur eine interessante Tier- und Pflanzenwelt herausgebildet. Die Menschen in den Dörfern und Städten um den See haben das Gewässer angenommen und entwickeln hier eine touristische Infrastruktur, die gefragt ist. Ein bekanntes Beispiel dafür ist die Tauchschule auf dem ersten der schwimmenden Häuser in Laasow.

Während das Grundwasser nördlich des Gräbendorfer Sees – in der sogenannten Wüstenhainer Rinne – Eisenkonzentrationen zwischen 120 und 250 mg/l aufweist, ist das Grundwasser in den südlichen und westlichen Anstrombereichen zum See kaum belastet und entspricht weitgehend natürlichen Verhältnissen. Aufgrund der von Süd nach Nord gerichteten Strömungsrichtung des Grundwassers kann derzeit von einer guten Entwicklung der Wasserqualität im Gräbendorfer See ausgegangen werden.

Das stark eisenhaltige und saure Grundwasser nördlich des Gräbendorfers Sees trägt dagegen sehr stark zur Eisenbelastung des Greifenhainer Fließes bei. Von Seiten der LMBV wird hier im Rahmen der Quellbehandlung die Hebung und Behandlung dieses Grundwassers diskutiert. Neben der Wiederinbetriebnahme der Wüstenhainer Grubenwasserreinigungsanlage wird hier auch die Einleitung des eisenhydroxidhaltigen Wassers in den Gräbendorfer See betrachtet und aufgrund der günstigen Kosten favorisiert.

Forderungen des Aktionsbündnisses

  • Keine Einleitung von eisenhaltigen Wasser in den Gräbendorfer See! Die Quellbehandlung am Greifenhainer Fließ darf nicht zu Lasten gut entwickelter Gewässer der Tagebaufolgelandschaft gehen.

Geplante, laufende und abgeschlossene Maßnahmen

Die Maßnahmen zur Quellbehandlung am Greifenhainer Fließ werden zunächst in der Arbeitsgruppe beim LBGR beraten.

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