Vetschauer Mühlenfließ

Ansprechpartner im Aktionsbündnis

Winfried Böhmer
Tel.: 035433-595381
wboehmer@t-online.de

Das Vetschauer Mühlenfließ (Luckaitz) führt Wasser aus dem Raum Altdöbern/Buchwäldchen/Muckwar ab über Ogrosen, Missen, Vetschau und mündet vor der Radduscher Buschmühle in den Südumfluter. Wesentlich wird es gespeist aus dem Reudener Graben, der Wasser aus der Bolschwitzer Niederung ableitet. Die heutigen Einzugsgebiete liegen in den Absenkungstrichtern mehrerer ehemaliger Tagebaue.

Von Bolschwitz aus wurde zu DDR-Zeiten ein abgedichteter Grubenwasserkanal (Neues Vetschauer Mühlenfließ) gebaut, der das Grundwasser des Tagebaues Seese Ost und dem geplanten Tagebau Missen in die Grubenwasserreinigungsanlage (GWRA) Vetschau leiten sollte. Nach der Stillsetzung der umliegenden Tagebaue wurde die GWRA nur noch partiell genutzt.

Forderungen des Aktionsbündnisses

  • Wiederinbetriebnahme der Grubenwasserreinigungsanlage (GWRA) Vetschau
  • Fertigstellung 2. Bauabschnitt bis 31.03.2014 !
  • keine Begrenzung auf 2,3 m³/s für den Zulauf der GWRA
  • keine Nutzung des Stradower Wiesenteiches als Absetzbecken
  • Quellenbehandlung

Geplante, laufende und abgeschlossene Maßnahmen

  1. Sofortmaßnahme: Schaffung einer Barriere zum Spreewald durch Wiederinbetriebnahme der Grubenwasserreinigungsanlage (GWRA) Vetschau:
    • 21.05.2013 Inbetriebnahme GWRA Vetschau 1. Bauabschnitt (Die Wirksamkeit des 1. Bauabschnittes war lange Zeit nicht gewährleistet, worauf das Aktionsbündnis mehrfach intervenierte. Bis zur Räumung und Entschlammung des Neuen Vetschauer Mühlenfließes mit 2,3 km Länge kann dieses nur Niedrigwasser aufnehmen) Die Abscheidung von Eisenhydroxid liegt bei 50 %, insbesondere  deshalb, weil der Reudener Graben noch nicht eingebunden wurde.
    • Bis 31.03.2014 laufen die Beräumung von Reudener Graben, altem und neuem Vetschauer Mühlenfließ. Eine Spülfläche wird zwischen den Fließen geschaffen für die Geotubes.Bis 31.03.2014 soll der Reudener Graben in das Neue Vetschauer Mühlenfließ eingebunden werden.
    • Das ist die Voraussetzung, dass eisenführendes Wasser bis zu 100 % in die GWRA einleitet werden.
    • Ab 31.03.2014 Kontrolle der Wirksamkeit der GWRA und ev. Bau einer Dosierungsanlage
  2. Forderungen des NABU für ihr NSG/FFH-Gebiet Reptener Teiche
    (u.a. Speisung der Teiche mit sauberem Wasser!)
  3. Mittelfristiges Ziel: Quellenbehandlung
    Voraussetzung für eine ökologische Sanierung des Vetschauer Mühlenfließes oberhalb der GWRA ist die Vermeidung des diffusen Eiseneintritts in den so genannten Quellgebieten. Diese identifizierte Zutrittsquellen eisenhaltigen Grundwassers in die natürliche Vorflut liegen insbesondere in den ehemaligen Moorgebieten von Vetschauer Mühlenfließ und Reudener Graben.
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