Spremberger Spree

Ansprechpartner im Aktionsbündnis

Wieland Böttger
Tel.: 03563-90853
wieland.boettger@t-online.de

Die Spree in Spremberg zeigt seit 2007 eine rostrote Färbung aufgrund der erhöhten Eisenwerte. Am Anfang wurde das Phänomen nur vereinzelt festgestellt, mit der Zeit immer häufiger, besonders im Winter. Aktuell liegt die Eisen-gesamt-Konzentration hier am Pegel Wilhelmsthal bei 3 bis 6 mg/l mit steigender Tendenz (s. Abbildung). Wenn das auf dem Gewässergrund der Spree abgelagerte Eisenhydroxid bei erhöhter Wasserführung wieder resuspendiert und mit der fließenden Welle verfrachtet wird, kann die Eisenkonzentration auch über 10 mg/l ansteigen (Quelle: IWB - 2. Eisenstudie zum Südraum - 2013).

Auf der Grundlage von hydrologischen Messungen und chemischen Beprobungen wurde die Herkunft der Eisenfrachten untersucht (s. Abb.). Demnach kommen mehr als 3/4 der Eisenbelastung der Spremberger Spree aus diffusen Grundwasserzuflüssen zur Spree und zur Kleinen Spree in Sachsen.

Die Spremberger Bevölkerung macht seit 2007 auf die braune Spree in Spremberg aufmerksam, ist dem Aktionsbündnis Klare Spree e.V. beigetreten und hat eine eigene Arbeitsgruppe bei der Stadt Spremberg gebildet. Bisher hat sich an der Situation der Eisenbelastung in Spremberg nichts geändert. Die Ursachen der Verockerung müssen in Sachsen bekämpft werden (s. Spree in Sachsen).

Forderungen des Aktionsbündnisses

  • Intensivierung der gemeinsamen Aktivitäten der brandenburgischen und sächsischen Landesregierungen zur Verminderung der Verockerung der Spree im sächsischen Raum
  • Zügige Umsetzung der im Februar 2013 angekündigten Sofortmaßnahmen im Südraum (s. Spree in Sachsen).
  • Weiterentwicklung des Maßnahmenprogramms zur vollständigen Vermeidung der Verockerung der Spree - Die bisherigen geplanten Maßnahmen werden eine maximale Entlastung von 15 % für die Spree erbringen.
  • Die Stadt Spremberg fordert außerdem Ausgleichsmaßnahmen, die zur Aufwertung geschädigter Bereiche der Stadt beitragen sollen.

Geplante, laufende und abgeschlossene Maßnahmen

Das Sofortprogramm der LMBV sieht im sächsischen Raum eine Reihe von Maßnahmen vor (s. Spree in Sachsen), die aber nur sehr schleppend anlaufen. Angesichts des zu erwartenden Effekts dieser Maßnahmen steht zu befürchten, dass deren Wirkung bereits durch die Erhöhung der Eisenfrachten aus dem sächsischen Raum überlagert werden.

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