Greifenhainer Fließ

Ansprechpartner im Aktionsbündnis

Edelbert Jakubik
Tel.: 035603-60113
Jakubik.spreewald@t-online.de

Das Einzugsgebiet des Greifenhainer Fließes umfaßt eine Fläche von 174 km2 südlich des Oberspreewaldes. Zu den relevanten Zuflüssen des Greifenhainer Fließes gehören das Eichower Fließ, das Buchholzer Fließ, das Neue Buchholzer Fließ und das Cunersdorfer Fließ. Weiterhin stellt der Priorgraben mit dem Koselmühlenfließ einen bedeutenden Zufluss dar, dem aber ein eigenes Einzugsgebiet zugeordnet wird.

Im Einzugsgebiet des Greifenhainer Fließes befinden sich auch zwei Tagebaurestseen, der Gräbendorfer See und der künftige Altdöberner See.

Das Greifenhainer Fließ entwässert mit seinen Zuflüssen Gebiete, die vom Braunkohlenbergbau komplett überprägt wurden und auch Bereiche, in denen die Grundwasserabsenkung noch wirkt (Altdöberner Raum).

Die winterliche Eisenbelastung des Greifenhainer Fließes an der Mündung in den Südumfluter im Spreewald liegt im Mittel bei 800 kg/Tag, in Spitzenzeiten können 2.100 kg/Tag erreicht werden. Die Quellgebiete dieser Eisenhydroxidlast befinden sich vor allem in ehemals tiefgründig entwässerten und nun wiedervernässten Mooren bei Illmersdorf, Briesen, Tornitz und im Zwickel zwischen Greifenhainer Fließ und Neuem Buchholzer Fließ (Grundwasserströme in der sog. Wüstenhainer Rinne).

Forderungen des Aktionsbündnisses

  • Sofortmaßnahme: Schonende Beräumung des Greifenhainer Fließes und des Eichower Fließes von Eisenhydroxidschlamm, um die Einträge in den Südumfluter zu minimieren.
  • Quellenbehandlung! Schnellstmögliche Einleitung von Maßnahmen zur Reduzierung der Eisenockerfrachten der Gewässer in den Entstehungsgebieten.
  • Keine Eisenwassereinleitung in den Gräbendorfer See!

Geplante, laufende und abgeschlossene Maßnahmen

  1. Sofortmaßnahme (2013): Umnutzung und Rekonstruktion der Wasserbehandlungsanlage des ehemaligen Kraftwerkes Vetschau zur Reinigung des Wassers aus dem Eichower Fließ
    • Die Anlage wird voraussichtlich 2014 in Betrieb gehen.
  2. Sofortmaßnahme (2013): Beräumung des Greifenhainer Fließes von Eisenockerschlamm:
    • Im Winterhalbjahr 2013 / 2014 erfolgt zunächst die Holzung am Gewässer, und die Planung der Maßnahme. Mit der Entschlammung wird im Herbst 2014 gerechnet.
  3. Quellenbehandlung im Zwickel Greifenhainer Fließ und Neues Buchholzer Fließ:
    • Die LMBV favorisiert hier die Hebung des eisenbelasteten Grundwassers und dessen Einleitung in den Gräbendorfer See. Dazu wurden Untersuchungen beauftragt. Das Aktionsbündnis lehnt die Einleitung des eisenhaltigen Wassers in den Gräbendorfer See strikt ab! Der Gräbendorfer See stellt eines der wenigen Gewässer der Tagebaufolgelandschaft dar, die sich hinsichtlich der Wasserqualität bisher gut entwickelt haben. Dies spiegelt sich in der ökologischen und touristischen Entwicklung des Gebietes wieder und darf nicht zu Gunsten anderer Gebiete aufs Spiel gesetzt werden.
  4. Quellenbehandlung am Tornitzer Moor: Das Aktionsbündnis fordert hier entsprechend des Gewässerentwicklungskonzeptes „Greifenhainer Fließ" (Link einfügen) die Errichtung einer Wasserbehandlungsanlage im Eichower Fließ am Auslauf des Tornitzer Moores.
    • Die LMBV setzt hier auf die Inbetriebnahme der Wasserbehandlungsanlage in den Kraftwerksteichen Vetschau. Damit wird das Eichower Fließ über 5km mit seiner lebensfeindlichen Eisenocker-Schlammfracht durch die Landschaft geschickt.
  5. Überleitung des Wassers aus dem Briesener Moor vom Laasower Fließ in das Eichower Fließ:
    • Die LMBV setzt hier wiederum auf die Wasserbehandlungsanlage der Kraftwerke Vetschau. Das Aktionsbündnis lehnt diese Überleitung ab. Sie verlagert das Problem nur. Die Behandlung des eisenhaltigen Wassers muss am Entstehungsort erfolgen, um die Belastung der natürlichen Fließgewässer zu vermeiden.
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